Stationen aus unserer Geschichte

Der Verein der evangelischen Katechetinnen und Katecheten VeK wurde 1981 gegründet, um „den äusseren Rahmen, die Unterrichtsbedingungen, die Anstellung des einzelnen Katecheten und die Aus- und Weiterbildung ordnen und sichern zu helfen“.

Es gab eine Unterrichtskommission des Synodalrats, an deren Sitzungen der VeK teilnahm, aber weder für die Ausbildung noch den Einsatz von Katechetinnen bestanden gesetzliche Grundlagen.

1983 wurde Pfr. Dr. Walter Meyer für die Fortbildung der Katecheten gewählt. Der Vorstand des VeK erarbeitete ein Berufsbild und Anforderungsprofil für Katechetinnen zu Handen der Unterrichtskommission (leider nicht greifbar), denn diese plante das Kurskonzept für eine neue Katechetenausbildung.

1984 wurde Pfr. Hanspeter Zürcher als Ausbildner gewählt und stand dann in regem Austausch mit dem VeK. In der Vernehmlassung zu den neuen Artikeln in der Kirchenordnung wirkte der VeK mit.
Hansueli Burri, damals Mitglied des Vorstands, redigierte das erste KatEcho.

1985 konnte der Vorstand über wichtige Schritte der Kirche für die Katechetinnen und ihr Arbeitsfeld, die Unterweisung, berichten: Unterrichtskommission und ein synodalrätlicher Katechetisch-Religionspädagogischer Ausschuss wirkten am Aufbau der Katechetenausbildung mit. Richtlinien zur Anstellung und Besoldung von Katechetinnen wurden verfasst. Pfr. Michael Dähler reichte in der Synode seine bahnbrechende Motion ein, die zum Ziel hatte, die Unterweisung neu aufzubauen. In den Kirchgemeinden begann man wahrzunehmen, dass es Katecheten gibt.

Auch 1987 gab es Erfreuliches zu melden: Der erste „neue“ Kurs wurde abgeschlossen und die neuen Katechetinnen eingesegnet. Hansueli Burri wurde als Ausbildner für die Katecheten der Unter- und Mittelstufe gewählt. Die Prüfungsverordnung und ein ausformuliertes Diplom für Katechetinnen lagen jetzt vor. Viele Weiterbildungsangebote für Pfarrer standen nun auch den Katechetinnen offen und wurden subventioniert. Der VeK bot deshalb ab 1988 keine eigene Fortbildung mehr an.

Bereits 1989 nahm der VeK-Vorstand Stellung zu einem Gutachten zur Ämterfrage. Er betonte, wie wichtig es sei, die Kompetenzen der Katecheten zu definieren und die Abgrenzung zu den Aufgaben der Pfarrerin zu klären (Konfirmation, Sakramente), denn in den Pilotgemeinden startete der Versuch mit dem neuen Unterrichtskonzept der KUW. In diesem Zusammenhang hatte sich der VeK auch mit Besoldungsfragen zu befassen.

1991 berichtete die Präsidentin von der Konsultation zur Ämterfrage, zu der ein theologischer Ausschuss des Synodalrats eingeladen hatte, dass das kirchenpolitische Klima rauer werde.

1992 beschloss die Synode, die neue KUW verbindlich einzuführen. Für den VeK bedeutete das Arbeit auf verschiedenen Ebenen und in mehreren Gebieten, um die Interessen der Mitglieder bei der Entstehung der Strukturen / Vorgaben / Bedingungen von Beginn an zu wahren.
Der VeK zählte bald über 120 Mitglieder und der Vorstand überlegte sich schon damals, wie die Basis für mehr Wortmeldungen und Mitarbeit zu motivieren wäre.

1993 wurde das Amt für Kirchliche Unterweisung und Religionspädagogik eingerichtet (AKUR) und H.U. Burri zu dessen Leiter ernannt. Gemeinsam wurden die neuen Richtlinien für die Arbeit der Unterweisenden erarbeitet. Es scheint fast, als sei man überrascht gewesen, dass wegen der Position der Katechetinnen und Katecheten in der neu aufgebauten KUW mit den bisher in der Unterweisung Tätigen ein Gerangel um die Macht entstanden war. Auch den Ausdruck "Vorurteile" finden wir im Jahresbericht von 1995, jedoch verbunden mit der Hoffnung, diese könnten mit gemeinsamer Weiterbildung von Theologen und Katechetinnen abgebaut werden.

Erst im Jahresbericht von 1996 wurde explizit zwischen VeK und AKUR unterschieden, aber der VeK war dabei, wenn im AKUR und im Ausschuss des Synodalrats Strukturen erarbeitet wurden, welche die Katechetinnen und ihre Aufgaben tangierten: ein neues Reglement für alle kirchlichen Mitarbeitenden, und dass das AKUR die Befähigung der damit Beauftragten prüfte, wenn katechetische und diakonische Aufgaben kombiniert werden sollten.

1996 war ein Jahr der personellen Änderungen. 19 neue Katechetinnen und 1 neuer Katechet wurden VeK-Mitglieder. Hanspeter Zürcher trat als Leiter der Ausbildung zurück, mit ihm auch die bisherige Sekretärin der Ausbildung und KatEcho-Redaktorin. Der VeK übernahm jetzt die Verantwortung für das KatEcho.

1997 kam die neue Gehaltsordnung des Kantons. Bei der Einstufung der Katechetinnen redete der VeK engagiert mit. Bis heute ist dies für die anstellenden Kirchgemeinden (nur) eine Richtlinie. Auch Fragen um eine Pensionskasse waren schon damals ein Thema. Ein allfälliger Beitritt zum VPOD wurde lange und intensiv verhandelt, doch konnte keine Lösung gefunden werden, welche für die VeK – Mitglieder mit ihren zum Teil winzigen Teilpensen tragbar gewesen wäre.

1998 wurden im AKUR die Fachstellen für Weiterbildung und heilpädagogische KUW eingerichtet, der VeK erhielt eine Vertretung in den Fachkommissionen.
Die Aufbruchstimmung der Pionierzeit war abgeklungen und Alltag in der KUW eingekehrt. Das heisst leider in einigen Kirchgemeinden noch heute: Katecheten und Katechetinnen müssen um gerechte Anstellungs- und Arbeitsbedingungen kämpfen und überdies immer wieder selber über ihre beruflichen Kompetenzen informieren (sich dafür rechtfertigen).

Damit sich die drohende Resignation im Vorstand nicht ausbreitete, wurden 1999 diese Ziele formuliert: Als Minigewerkschaft selbstbewusster und kompetenter werden, die Kontakte zur Basis, zu den Kirchgemeinden, zur Kantonalkirche wieder intensivieren, und ein Berufsbild herausgeben.

2002 wurde nach einigen vergeblichen Anläufen unser Berufsbild gedruckt und mit dem Gemeinschaftsversand verteilt. Nachdem die Synode beschlossen hatte, dass die Richtlinien präzisiert werden müssten, füllten die VeK – Mitglieder einen Fragebogen zu den Anstellungsbedingungen aus (Rücklauf ca. 35 %!). Die Auswertung bestätigte leider nur, dass Vergleiche, auch wegen der unterschiedlichen KUW – Modelle, sehr schwierig waren (und sicher immer noch sind). Bei der Pensenberechnung von Lektionen zeigte sich eine grosse Übereinstimmung (1 L = 2 h), jedoch für Projekttage / Lager, Gottesdienste, Elternanlässe, Klassenteilung, Anrecht auf Mitarbeiterin, Büro ... eine enorme Bandbreite. Die Auswertung stellten wir dem AKUR zur Verfügung und nahmen in der Folge wiederholt Stellung für eine gerechte Vereinheitlichung. Seit 2004 gelten die neuen Richtlinien.

Dann wurden die VeK-Statuten von 1988 überarbeitet und dabei der Name dem Sprachgebrauch der Kantonalkirche angepasst (reformiert statt evangelisch) und präzisiert: bernisch. Leider wurde, weil zu schwammig, der Artikel „... befasst sich mit Fragen der Aus- und Weiterbildung“ ersatzlos gestrichen. Trotzdem durften wir 2003 an einer Retraite des AKUR zur Kat.ausbildung teilnehmen.

2004 bezog erstmals eine Kollegin einen subventionierten Studienurlaub.

Durch den Vorstoss einer Intervisionsgruppe wurde die Ordination von Katechetinnen und Katecheten (wieder) zum Thema. Mit viel Engagement und Aufwand verfolgten wir in den kommenden Jahren dieses Ziel, führten Gespräche, schrieben Briefe. Die Sommersynode 2004 beschloss in erster Lesung: Katechetinnen und Katecheten werden ordiniert. Wir konnten uns nicht vorstellen, was dann bei der zweiten Lesung im Sommer 07 geschah: die erste Ordination, zu der wir bereits eingeladen waren, wurde abgesagt. Offene Fragen um Kirche, Amt und Ordination sollten vorher fundiert beantwortet werden. Diese Antworten, in die unsere Mitwirkung nicht einfloss, bewogen die Synodalen im Winter 08 zu beschliessen: Pfarrer werden ordiniert, Katechetinnen und SD werden beauftragt.

Neben diesem Pièce de résistance beschäftigten uns auch gewerkschaftliche Anliegen. Seit 2005 waren wir in Kontakt mit der Syna und konnten nach einigen Rückschlägen 2007 einen Zusammenarbeitsvertrag unterschreiben, wie ihn die Aargauer Kolleginnen schon erprobt hatten.
Immer wieder nahmen wir Gelegenheiten wahr, an verschiedenen Tagungen (Organisten, Sozialdiakonie, Fraktionen ...) über den Tellerrand zu blicken, und suchten Kontakt zu deutschschweizerischen Partnerorganisationen. Aargauer und Solothurner Kolleginnen waren auch schon an Mitgliederversammlungen zu Gast.

Im Zusammenhang mit dem Eintreten für unsere Ordination entwarfen wir 2007 ein Leitbild Katechetin / Katechet und kamen darüber mit SR Locher, dem neuen Vorsteher des Departements Katechetik ins Gespräch. Wir warten noch darauf, dass unsere Kirche schliesslich alle drei Ämter genau definiert, in welcher Form auch immer. Der Synodalrat forderte uns als Standesorganisation auf, uns explizit gegen sexuelle Übergriffe auszusprechen. Also erarbeiteten wir 2008 Standesregeln, nicht nur für diesen Aspekt.

2009 fand die Vernehmlassung zur Teilrevision der Kirchenordnung statt. Der Vorstand versuchte, mit geringem Erfolg, die Kolleginnen und Kollegen fürs Mitwirken zu gewinnen. Wir nahmen die neuen Artikel unter die Lupe, welche etwas zu Stellung und Arbeit der Katechetinnen und Katecheten aussagen. Mit professioneller Unterstützung gelang es uns, eine wohl überlegte Stellungnahme klar und formal angemessen zu formulieren. Wir erwarten nun, dass unsere Anliegen diskutiert werden.
Jetzt war auch der VeK im digitalen Zeitalter angekommen, es entstand die erste Homepage!

Das Jahr 2011 war das Jahr des 30-jährigen Bestehens unseres Vereins. Und das wollten wir gebührend feiern. Anschliessend ans ökumenische KatechetInnenentreffen in Freiburg am 30. Juni konnten wir mit unsern Gästen einen gelungenen Abend verbringen. Es freute uns speziell, dass wir nicht nur Gründungsmitglieder unter uns hatten, sondern auch Vertreter von den Behörden, vom Bereich Katechetik, von unseren katholischen KollegInnen und natürlich viele pensionierte und aktive KatechetInnen. Ganz wesentlich zur guten Stimmung hatte der Auftritt der “Wybretten“ beigetragen. Sie brachten vieles auf humorvolle Weise auf den Punkt.

Im Jahr 2012 trat die neu revidierte Kirchenordnung in Kraft. Neu gibt es drei Ämter: das Pfarramt, das Katechetische Amt und das Sozialdiakonische Amt.  Der Vorstand hatte viel Arbeit, denn es galt nun,  bei den Vernehmlassungen zu den verschiedenen Verordnungen mitzuarbeiten und Stellung zu nehmen. Die wichtigste Neuerung war für uns die Beauftragung zum katechetischen Amt. Am 26. Oktober 2012, am 19. Januar und am 23. Februar 2013 fanden im Berner Münster die drei „ersten“ Beauftragungsfeiern statt. Es waren würdige, eindrückliche Gottesdienste für alle Beteiligten, die uns zeigten, dass wir von vielen Seiten begleitet und getragen sind. Das gab und gibt uns allen Kraft und Freude für‘s Amt.

2012 trat die langjährige Präsidentin Ruth Jenni zurück und übergab das Ruder Ruth Zimmermann, die den Verein ein Jahr lang interimistisch führte. Die Nachfolge gestaltete sich schwierig, schliesslich stellte sich Katrin Wittwer zur Verfügung, die kaum ein Jahr im Vorstand als Beisitzerin tätig gewesen war.

2013: Am 23. Juni wurde der letzte Ausbildungsgang von Katechetinnen und Katecheten nach dem alten Ausbildungsmodus in der Markuskirche diplomiert. Über 30 frisch gebackene Katecheten erhielten ihr Diplom. Ab September 2013 beginnen nun jedes Jahr neue Kandidaten und Kandidatinnen mit dem modularen Ausbildungsgang von Refmodula.
Im Herbst 2013 fanden in Thun und Moosseedorf erstmalig Katechetik-Konferenzen statt. Thema: das zu überarbeitende KUW-Konzept!

Die Gleichwertigkeit der Ämter beschäftigte sowohl uns wie das ganze Gefüge von refbejuso. Bis dies auch in den Kirchgemeinden angekommen ist, wird es noch eine Weile dauern. In der Zwischenzeit arbeiten der Vorstand in Arbeits- und Begleitgruppen, in Kommissionen usw. mit und erarbeitet Stellungnahmen zu verschiedenen Themen.

2014: Seit der Einführung der drei Ämter intensivierte sich auch die Zusammenarbeit mit dem Bereich Katechetik. Mindestens zweimal jährlich treffen sich die Bereichsleiterin und die VeK-Präsidentin.
Ein Höhepunkt im Jahr 2014 war das ökumenische Katechetinnen-Treffen vom 18. Juni 2014 in Konstanz. Der VeK übernahm die Kosten des Mittagessens.
Die neuen online-Stellenbeschriebe für alle drei Ämter wurden eingeführt, erste Erfahrungen damit konnten gesammelt werden. Es wurden Richtlinien dazu ausgearbeitet.
Unter den VeK-Mitgliedern wurde eine gross angelegte Umfrage über die Pensen und Pensionskassen-Versicherungen gemacht. Gut ein Drittel der Aktivmitglieder beteiligte sich an der Umfrage. Die Mitglieder werden nun regelmässig darauf aufmerksam gemacht, sich besser um ihre Vorsorge zu kümmern, vor allem, wenn Katechetinnen in mehreren Kirchgemeinden mit kleinen Pensen tätig sind.
Es melden sich vermehrt Mitglieder beim Vorstand, die Hilfe in Anstellungsfragen oder Konfliktfällen benötigen.
Die Katechetik-Konferenzen 2014 beschäftigten sich mit den Ergebnissen der gross angelegten Studie der Uni Zürich zur Konfirmandenarbeit.

2015: Im August durfte eine Vertreterin des VeK den Verein erstmals in der refmodula-Ausbildung vorstellen. Es wurde über das Berufsbild, das Arbeiten in einer Kirchgemeinde und in einem Team doziert. Dieser Anlass findet nun jedes Jahr statt.
An den diesjährigen berufs- und ämterübergreifenden Konferenzen stand das Thema Vision 21 im Zentrum. Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn wollen mit dieser Vision die Kirche reformieren. An diesen Konferenzen wurden mehrere Tausend Fragen gesammelt. Der Visionsprozess nahm viel Zeit in Anspruch und verdrängte das Thema eines neuen KUW-Konzepts vorerst in den Hintergrund.
Am 13. Oktober nahm die Präsidentin an der ersten Mitgliederversammlung des neu gegründeten sdv (Sozial-diakonischer Verein) teil, der aus der Auflösung des Diakonatskapitels hervorging. Damit sind die drei Ämter gleich organisiert, je in einem Berufsverein.

2016: Im August nahm eine stattliche Vorstandsdelegation an der Gesprächssynode Plus zum Visionsprozess Kirche 21 teil.
Der Vorstand klärte unter den Mitgliedern ab, wie gross das Interesse an einer Plattform für einen Erfahrungsaustausch unter Katechetinnen sei. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe gebildet.
Eine gemeinsame Stellungnahme sdv/VeK zum neuen Landeskirchengesetz wurde erarbeitet.
Am 5. Dezember fand eine Zukunftswerkstatt zum neuen KUW-Konzept statt, das vom Bereich Katechetik organisiert und rege besucht wurde.
Der VeK gab eine Stellungnahme zur Vernehmlassung des Berufsbildes der Sigristen ab.

2017: Für die Umsetzung des neuen Landeskirchengesetzes wurden 6 Teilprojekte initiiert. Allein das Projekthandbuch umfasste 32 Seiten. Der VeK war im Teilprojekt 6 eingeteilt, in dem es darum ging, in welcher Form die drei Ämter – insbesondere das Pfarramt – in der Leitung der Landeskirche mitwirken sollten. Die Arbeit in diesem Gremium gestaltete sich schwierig, denn die Meinungen darüber, wie die Ämter in der Leitung eingebunden werden sollten, gingen weit auseinander. Die Zusammenarbeit mit dem Bereich Katechetik erwies sich hier als sehr hilfreich, konnten doch gemeinsam erarbeitete Vorstösse eingebracht werden.
An den Katechetik-Konferenzen standen die Leitsätze der Vision 21 und ihre Auswirkungen auf das religionspädagogische Handeln Refbejuso im Zentrum.
Viele nahmen am 10. September am "Doppelpunkt 21" teil, einem grossen Kirchenfest, das den Abschluss des Visionsfindungsprozesses und andererseits der Anfang der Umsetzung der Vision bildete.
Die Idee, noch näher mit der Gewerkschaft Syna zusammenzuarbeiten und eine Berufsgruppe "kirchliche Berufe" zu bilden, scheiterte an den hohen Kosten einer Syna-Mitgliedschaft, da ein Grossteil unserer Mitglieder in überschaubaren Pensen arbeiten und die monatliche Belastung durch die Mitgliedschaftsbeiträge einfach zu hoch wären. So blieb es bei der Leistungsvereinbarung aus dem Jahr 2007.
Die Stärkung der Regionalen Zusammenarbeit unter Kirchgemeinden, die von Refbejuso vorangetrieben wird, kommt leider nicht recht vom Fleck. Auch wir Katechetinnen wären davon betroffen, wenn Kirchgemeinden stärker zusammenarbeiten würden. Eine langjährige Forderung unsererseits, regionale Katechetikstellen einzurichten, um unser Amt zu stärken, ginge in diese Richtung. Leider fehlt in den Kirchgemeinden bisher der Leidensdruck, enger zusammenzuarbeiten.

2018: Am 18. Juni fand der erste Begegnungstag für Katechetinnen in Langenthal statt. Die Workshops wurden rege besucht, das Echo der Teilnehmenden war sehr positiv. Daher beschloss der Vorstand, diese Begegnungstage jedes zweite Jahr ins Programm aufzunehmen, immer im Wechsel mit dem ökumenischen Katechetinnentreffen.
An den Katechetik-Konferenzen wurde am neuen Leitbild für die drei Ämter gearbeitet. Es brauchte mehrere Entwürfe und ein zusätzliches Hearing, bis dann die Endversion feststand, die von der Sommersynode 2020 verabschiedet wurde.
Die Einführung des Lehrplans 21 auf das neue Schuljahr 18-19 hatte und hat auch Auswirkungen auf die Arbeit der Unterrichtenden in den Kirchgemeinden: die Zeitfenster fürs KUW wurden enger, die wöchentliche Belastung für die Kinder und Jugendlichen wurde noch höher. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar abzusehen, was dies für die Zukunft der Kirchlichen Unterweisung bedeuten würde.
Die Arbeiten am neuen Konzept "Religionspädagogisches Handeln" nahmen langsam Formen an. Leider etwas zu spät, hilfreich wäre es gewesen, wenn den Kirchgemeinden das neue Konzept bereits jetzt zur Verfügung stehen würde.

2019: Am 24. Juni fand in Thun der 2. Begegnungstag bei schönstem Sommerwetter statt. Die ökumenischen Katechetinnen-Treffen finden in Zukunft nicht mehr statt.
In den Katechetik-Konferenzen im November 2019 stand die Zukunft des katechetischen Amts im Zentrum. Ausgehend von grundsätzlichen Überlegungen zum Thema reflektierten die Teilnehmenden in Workshops konkrete Anforderungen innerhalb der drei Felder Leitungskompetenz, theologische Kompetenz und pädagogische Kompetenz, sowie deren Bedeutung für den einzelnen Amtsträger.
Die Wintersynode leitete einen weiteren Meilenstein für unseren Berufsstand ein: sie passte die Kirchenordnung und das Organisationsreglement an: ab 1. Januar 2020 wirken die Berufsverbände (pv, sdv, VeK) bei der Führung der Landeskirchen mit.  D.h konkret, dass jeder Berufsverband gegenüber dem Synodalrat antragsberechtigt ist, sofern der Antrag in einem offenen Verfahren zustande kam, sämtliche Mitarbeitende des Amts Gelegenheit zur Mitwirkung hatten und ein angemessenes Quorum definiert wurde.
Ausserdem wurde eine Paritätische Ämterkommission ins Leben gerufen, die dem Austausch der Ämter untereinander und den drei Bereichsleitungen von refbejuso dienen soll. Jeder Berufsverband kann zwei Vertreter bestimmen.

2020: Ab 1. Januar ist die Pfarrschaft nicht mehr beim Kanton angestellt sondern bei der Kantonalkirche Refbejuso. Dies bedeutet eine grosse Änderung, welche einen jahrelangen Vorlauf benötigte. Unter anderem konnte der VeK auch zum Entwurf des neuen Personalreglements für die Pfarrschaft Stellung nehmen (2017). Eine langfristige Vision unsererseits ist sicher im Sinne der Gleichstellung der Ämter, dass die Anstellungsbehörde auch für SD's und Katechetinnen die Kantonalkirche wäre und nicht einzelne Kirchgemeinden. Dann würden alle Katechetinnen faire Anstelllungsbedingungen gemäss den geltenden Stellenbeschrieben erhalten.
Die Corona-Pandemie zieht ab Februar die ganze Welt in ihren Bann. Ab sofort gilt es, flexibel zu sein. Erstmals musste eine MV des VeK abgesagt, bzw verschoben werden, da sie mitten im ersten Lockdown hätte stattfinden sollen. Glücklicherweise konnte sie am 31. August in der Kirche Belp unter Einhaltung der Hyginemassnahmen nachgeholt werden. Die Statutenänderung wurde gutgeheissen. Im zweiten Teil wurde eifrig über das neue Konzept "rpH" diskutiert.
Die Sommersynode genehmigte im August 2020 das neue Leitbild für alle drei Ämter.
Der Synodalrat sagte JA zum Konzept einer Beratungsstelle für die drei Ämter. Versuchsweise wird die Beratungsstelle als dreijähriges Pilotprojekt ins Leben gerufen. Die Beratungsstelle soll eine niederschwellige, neutrale Anlaufstelle sein für alle in den drei Ämtern Tätigen, wenn Sie Hilfe benötigen.
Am 25. Juni 2021 feierte der VeK das 40-jährige Bestehen des Vereins in Fribourg.

 

 
Bisherige Präsidentinnen und Präsidenten des VeK:

1982 – 1987 Hanni Bichsel
1988 – 1990 Annemarie Bühler
1991 – 1995 Renate Begré
1996 – 1998 Susanne Gassner
1999 – 2000 Christoph Kipfer
2001 Stephan Kunz
2002 – 2012 Ruth Jenni
2012 – 2013 vakant (Vizepräsidentin Ruth Zimmermann)
2013 - 2021 Katrin Wittwer
2021 - ... Hanni Pudney